Einweihung Gaudi-Viertel in Tripsdrill

Tripsdrill_Brett_NagelKalt, windig, regnerisch. Der bisherige Frühling 2013 verwöhnte die 140 zur Einweihung des Gaudi-Viertels geladenen Gäste bei ihrer Ankunft im noch für die Öffentlichkeit geschlossenen Erlebnispark Tripsdrill am 18.03.2013 nicht gerade. Doch gerade so eine Witterung zeigt, wie wichtig wetterunabhängige Indoor-Atttraktionen für einen Freizeitpark sind. So freuten sich alle darauf, mit einer stimmungsvollen Begleitung der Äschebäscher Guggenmusiker, ins Warme zu kommen.

Museums-Exponate

Museumsexponate im Gaudi-Viertel
(Bild: Achim Geldschläger)

Das Gaudi-Viertel bietet mit seinen rund 1.000 Quadratmetern viel Platz bei jedem Wetter zum Toben, Spielen und auch Entdecken. Denn nicht nur zahlreiche Klettermöglichkeiten und Spielgeräte sorgen dafür, dass keinerlei Langeweile aufkommt, sondern auch das mit viel Liebe eingerichtete Spielzeugmuseum, welches im Eingangsbereich untergebracht wurde. Dieses Schmuckstück enthält eine fast 100 Jahre alte Blech-Eisenbahn von Märklin, Schaukelpferde, Puppenstuben und weitere geschichtige Ausstellungsstücke wie z. B. einen Steiff-Esel auf Rollen.

Puppenküche und Puppenherd

Puppenküche und Puppenherd – gut erhaltene Exponate des Spielzeugmuseums im Gaudi-Viertel
(Bild: Diane Dolezel)

Die meisten Spielsachen stammen von einer Stuttgarter Pädagogin, die Zeit ihres Lebens diese Kostbarkeiten gesammelt hat und sie nun dem Erlebnispark Tripsdrill zur Verfügung stellt. “Ihre Spiele-Sammlung bildete den Anstoß für den neuen Themenbereich, der uns mittelfristig auch die Möglichkeit bietet, den Erlebnispark in den Wintermonaten für Gäste zu öffnen“ erklärt Geschäftsführer Helmut Fischer. Bei älteren Besuchern dürften die Exponate sicherlich Erinnerungen wecken, während jüngere Gäste lernen, mit was für herrlichem Spielzeug Eltern und Großeltern aufgewachsen sind. Natürlich gehören dazu auch das heute noch bekannte Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel oder diverse Murmeltürme, welche ebenso ihren Platz in den Regalen des Museums haben – und nicht nur dort!

Fußboden

Fußboden im Mensch-ärgere-Dich-nicht-Design
(Bild: Achim Geldschläger)

Es ist also kaum verwunderlich, dass wir im Inneren des Spielbereichs einer Reihe überdimensionaler Dekorationselemente begegnen, wie Spielkarten, Dominosteinen, Würfeln usw., die wir gerade aus solchen Spielen kennen. Der Boden, auf dem die interaktive Spiel- und Kletteranlage steht, ist ein riesiges Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel. An der Decke unter dem großen Glasdach, welches bei warmen Temperaturen zum Öffnen ausgelegt ist und für frische Luft und Kühlung sorgt, hängt ein Heißluftballon mit einem Teddybären als Ballonfahrer und auch ein Doppeldecker hat über den Hängebrücken der insgesamt drei Etagen hohen Kletterburg einen luftigen Platz gefunden.

Der Ballbrunnen

Der Ballbrunnen – ein Spaß für Klein UND Groß!
(Bild: Diane Dolezel)

Auf verschlungenen Wegen und gut abgesichert durch Netze können die Kinder sich hier einen Überblick über die Anlage verschaffen, an Rutschen wieder nach unten gleiten oder mit Kanonen einige von den Hunderten bunten Softbällen herumschleudern, die hier ohnehin durch allerlei mit Luftdruck arbeitenden und von Hand auszulösenden Spaßgeräten herumwirbeln. Ob man dabei sein Glück mit der am Boden stehenden Riesenkanone oder dem Bällebrunnen versucht: Es ist ein Spaß für Klein UND Groß, wie man bei der Einweihung beobachten durfte.

Helmut Fischer und Tourismusminister Bonde

Helmut Fischer und Tourismusminister Bonde bei ihrer Fahrt im Murmelturm
(Bild: Achim Geldschläger)

Der Nervenkitzel bzw. das Bauchkribbeln kommt im Gaudi-Viertel ebenfalls nicht zu kurz. Dafür sorgt der acht Meter hohe, als Murmelturm thematisierte Freefall-Tower, mit dem man wie ein Jojo in die Tiefe und wieder nach oben saust. Kinder ab drei Jahren, aber auch Erwachsene dürfen hier mitfahren.  Für einen reibungslosen Ablauf sorgt modernste Technik hinter den Kulissen. So dient beispielsweise die Abwärme der Druckluft, mit deren Hilfe die Kinder die Softbälle durch die Luft schießen, zum Heizen des Gebäudes an kälteren Tagen. Nicht zuletzt deshalb ist der Energiebedarf für das gesamte Bauwerk sehr gering. Dies war Familie Fischer, die den Erlebnispark bereits in der dritten Generation führt, beim Bau besonders wichtig. “Nachhaltigkeit wird in Tripsdrill groß geschrieben – so beziehen wir zum Beispiel ausschließlich Ökostrom der EWS Schönau“, unterstreicht Geschäftsführer Roland Fischer.

Gaudi-Viertel

Die Außenfassaden des Gaudi-Viertel-Komplexes – authentisches Fachwerk und liebevolle Gestaltung
(Bild: Achim Geldschläger)

Rund zwei Millionen Euro hat der Erlebnispark beim Bau investiert. Das Gaudi-Viertel ist Teil der historisch gestalteten Dorfstraße mit der für die Region typischen Fachwerkoptik. Und wie bei allem in Tripsdrill legte man auch bei der neuen Attraktion wieder besonderen Wert auf Authentizität. So wurden bei den Gebäuden, welche den Spielbereich und das Museum beinhalten, Eichenbalken, Sandsteine, Biberschwanz-Ziegel und anderes Baumaterial verarbeitet, welches teilweise aus alten zum Abbruch freigegebenen Häusern aus der Umgebung stammt. Somit fügt sich der gesamte Komplex harmonisch in die Umgebung ein.

Tourismusminister Bonde

Tourismusminister Bonde bei seiner Rede
(Bild: Diane Dolezel)

Für die Umsetzung engagierte man wiederum zahlreiche Handwerker aus der Region. Es ist schon so, wie Tourismusminister Alexander Bonde bei seiner Rede zur feierlichen Einweihung sagte: “Die Tourismusbranche in Baden-Württemberg schafft Wertschöpfung und nicht exportierbare Arbeitsplätze in der Fläche. Familienunternehmen wie der Erlebnispark Tripsdrill übernehmen damit Verantwortung für ihre Region und tragen zur hervorragenden Bilanz des Tourismus im Land bei. Ich freue mich, heute das neue Gaudi-Viertel in Tripsdrill eröffnen zu können und wünsche dem Erlebnispark weiterhin nachhaltiges Wachstum”.

Weitere Impressionen:

Das Gaudi-Viertel ist übrigens nicht die einzige Neuerung in der Saison 2013. Mit der für den Frühsommer angekündigten Katapult-Achterbahn Karacho dürfen auch alle Besucher auf ihre Kosten kommen, die rasantes Fahrvergnügen schätzen.