Braunbären-Nachwuchs im Wildparadies Tripsdrill

Bärenfamilie

Bärenfamilie im Freigehege (Foto: Tripsdrill / A. Geldschläger)

Bäriges Jubiläumsgeschenk aus dem Tierreich

40 Jahre Wildparadies Tripsdrill – zu diesem Jubiläum gibt es nun ein ganz besonderes Geschenk der Bärendame Orsa: Drei putzige kleine Bärenjunge (alles prächtige Mädels) hat sie Ende Dezember des letzten Jahres zur Welt gebracht und diese dürfen nun in der Jubiläumssaison die Welt erkunden. Sicherlich ist dies nun natürlich ein großer Besuchermagnet, aber vor allem auch die Bestätigung dafür, dass man, was die Bärenhaltung im Wildparadies angeht, alles richtig gemacht hat. 

Orsa mit ihren Bärenmädchen

Orsa mit ihren Bärenmädchen auf Entdeckungstour (Foto Tripsdrill / A. Geldschläger)

Weil Bären sich wie jedes Jahr für die Winterruhe eine dicke Fettschicht anfressen, war selbst für die Experten im Dezember nichts zu erkennen. Was zunächst nur eine Vermutung oder leise Hoffnung war, bestätigte sich dann zum Jahresende, als drei kleine Winzlinge das Licht der Welt erblickten.
Bärennachwuchs ist schon etwas ganz Besonderes für Wildpark-Chef Dieter Fischer: “In Tripsdrill gehören Braunbären schon seit vielen Jahren zum Bestand, doch eigenen Nachwuchs gab es bei uns im Wildpark bisher noch nie.”
Wildhüter Roland Werner, der in Tripsdrill die beliebten Fütterungsrunden durchführt, erklärt: “Ihre Geschlechtsreife erreichen junge Braunbären mit drei bis fünf Jahren. Und so hatten wir mit Eintritt der Winterruhe unsere beiden vierjährigen Bärendamen im Bärenhaus unter Beobachtung gestellt. Naturgemäß bekommen Braunbären ihren Nachwuchs während der Wintermonate Januar, Februar, März. Unsere Orsa war also etwas früh dran.”

Drei Bärenmädchen unterwegs...

Drei Bärenmädchen unterwegs... (Foto: Tripsdrill / A. Geldschläger)

Orsa bewohnt mit Taya und Bärenmann Balu seit 2009 ein knapp 3.500 Quadratmeter großes Areal, welches man 2001 im Wildparadies als Bärengehege errichtet hatte. In dieser Größe bietet es für bis zu sieben Bären Platz. Die drei Braunbären teilten es bisher mit fünf arktischen Wölfen. Schließlich waren sie dies aus dem Schweizer Yurapark gewöhnt, wo sie ebenfalls mit Polarwölfen ihr Gehege geteilt hatten, bevor sie nach Tripsdrill umzogen.
Was die Polarwölfe angeht, mussten diese zwischenzeitlich aber in ein benachbartes Gehege umziehen. Schließlich sollen sich die Bärenjunge in Ruhe entwickeln und sich Mama Orsa auch ungestört weiter um sie kümmern können. Diese lässt ihren Nachwuchs übrigens nicht unbeobachtet, und alles und jeder, der es wagt zu nahe zu kommen, wird erstmal skeptisch in Augenschein genommen. Mit ihr sollte man sich also besser nicht anlegen. Wie alle Tiermütter können Bären sehr unangenehm werden, wenn sie eine Gefahr für ihren Nachwuchs befürchten. So werden die anderen beiden erwachsenen Bären vorerst auch noch von Mutter und Kindern getrennt. Wenn diese also z. B. im Freien ihre Erkundungstouren unternehmen, dürfen die anderen erst dann hinaus, wenn der Ausflug beendet ist.

Bärenkind mit Honigbrot

Bärenkind mit Honigbrot (Foto: Tripsdrill / A. Geldschläger)

Überhaupt ist Orsa eine geradezu vorbildliche Bärenmama. Seit den ersten Lebenswochen umsorgt sie ihre Babys und säugte sie kräftig. Ganz behutsam geht sie mit ihrem Nachwuchs um und schlichtet auch mal aufkommenden Streit zwischen den Kleinen, wenn es z. B. darum geht, wer sich einen Happen Honigbrot als erster oder möglichst als einziger einverleiben darf. Und Honig lieben nun mal alle Bären – ob groß oder klein. Dass kleine Bärenkinder sich um diese leckere Süßigkeit zanken, ist nichts Ungewöhnliches. Jede Menschenmama dürfte über ihren Nachwuchs da sicherlich Ähnliches aus dem Alltag berichten, auch wenn es da wohl eher weniger um Honigbrote als um Spielzeug oder andere Leckereien geht.

Nach drei Monaten nehmen Bärenjunge nach und nach zur Muttermilch auch feste Nahrung wie Obst und Gemüse zu sich. Mit ihren nun 14 Wochen sind die drei in einem Alter, in dem sie auch in der freien Natur nun langsam ihre Höhle verlassen würden. Im Wildparadies ist dies also das schöne große Freigehege. Es bietet viel Platz zum Herumtollen und Entdecken. Und es bietet nicht zuletzt genügend Einblicke in die Welt der kleinen Bären für die Besucher des Wildparadieses die dies nun live miterleben dürfen.

Kleiner Bär auf Entdeckungsreise

Kleiner Bär auf Entdeckungsreise (Foto: A. Geldschläger)

Kleiner Streit ums Honigbrot

Ein kleiner Streit ums Honigbrot (Foto: A. Geldschläger)

Die Welt entdecken...

Zusammen die Welt entdecken... (Foto: A. Geldschläger)

 

 

 

 

 

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